EDITIONS
2. MONDRAGO – Produktion
1. MONDRAGO- Editionen
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1988 Holz-MONDRAGO (Hajo)
20 numm. und sign. Spiele, Holz, 11 x 11 x 2,8cm
Das Kult-MONDRAGO der MONDRAGO Urgemeinde
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10 Spiele, Eisen, 12,5 x 12,5 x 1cm
Die Inkunabel in jeder MONDRAGO Sammlung
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1992 Erstauflage Aluminium-MONDRAGO (Schacker,Lehle)
100 numm. Spiele, Aluminium eloxiert (6 Farben), 7,6 x 7,6 x 1,8cm
Einmalig in der Kunst- und Spielewelt ist die streng limitierte Künstler-Edition von MONDRAGO. Die massive Spielplatte aus farbig eloxiertem Aluminium verkratzt und korrodiert nicht. Die Spielstifte sind aus Messing bzw. Edelstahl.
Auf den Seitenflächen der Spielplatte sind die Auflagenhöhe, die laufende Nummer, die Jahreszahl, sowie der Name des Spiels MONDRAGO eingraviert.
1992 Erstausgabe Acrylglas-MONDRAGO (Schacker,Lehle)
100 numm. Spiele, Makrolon, 7,6 x 7,6 x 2cm
Eine leuchtende Spur am Spielehimmel hinterließ auch die Erstauflage unserer glasklaren Acrylglas-MONDRAGOS.
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Auch diese MONDRAGOs sind durch in eingravierte Jahreszahl, Auflagenhöhe und laufende Nummer als unverwechselbare Einzelstücke zu identifizieren. (Gravur unterseitig)
1992 Zweitauflage Aluminium- MONDRAGO (Schacker,Lehle)
300 numm. Spiele, Aluminium eloxiert (8 Farben), 7,6 x 7,6 x 1,5cm
In die Seitenflächen sind der Name des Spiels “MONDRAGO”, sowie die Auflagenhöhe und laufende Nummer eingraviert.
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Unsere MONDRAGOs sind seltene und wertvolle Sammlerobjekte, die ihren Wert nicht verlieren werden.
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1992 Zweitauflage Acrylglas-MONDRAGO (Schacker,Lehle)
300 numm. Spiele, Makrolon, 7,6 x 7,6 x 2cm
In die Seitenflächen ist der Name des Spiels MONDRAGO, sowie die Auflagenhöhe und laufende Nummer eingraviert.
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ab 2006 Schreckschuss – MONDRAGO (Schacker)
Unlimitierte Edition. Bisher 20 Spiele, Plastik, Schreckschusspatronen, 5 x 5 x 2,5cm
Die “Military-Version” von MONDRAGO ist das bisher kleinste, noch spielbare MONDRAGO. Man kann es im Stehen oder während einer Gefechtspause spielen. Der ideale Friedensbringer!
ab 2007 MONDRAGO-Tischspiele (Udo)
bisher 15 Spiele, versch.Holzsorten, 20 x 20 x 2cm
Das Modell “UDO” ist echte Handarbeit. Jedes Spiel ist daher etwas anders. Das als Intarsie eingelegte Spielfeld erlaubt die Verwendung beliebiger Spielsteine.
Weitere Editionen sind angedacht.
2. PRODUKTION
von Roland Lehle
Diese Seite erklärt, wie wir die erste Auflage produziert haben und wie man weitere Auflagen produzieren könnte. Dabei versuche ich mich an das übliche Vorgehen anzulehnen.
Zunächst stelle ich die Wertschöpfungskette dar. Dann kommen Erfahrungen und Ratschläge.
Erfindung
Am Anfang des Produkts steht die Idee. In unserem Fall ist das die Spielidee. Sie wird als Spielanleitung formuliert und durch das Urheberrecht geschützt. Dazu gehören Name und Logo.
Gestaltung
Zum Spielen braucht man ein Spiel. Das Spiel hat eine Form, eine Größe, Materialien, Farbe, Schachtel usw. Adrian hat viele Entwürfe gestaltet. Wir haben unsere Auflage mit einem Entwurf gemacht, der gut zu den Produktionsmöglichkeiten passte, die ich damals kannte. Ein Mondrago besteht im Wesentlichen aus 4 Teilen.
* Spielsteinen
* Spielbrett
* Anleitung
* Gehäuse
Beim Entwurf geht man am Besten von der Spielsituation aus, in der das Spiel gespielt wird. Dazu passen bestimmte Spielsteine. Sie müssen gut mit den Fingern zu fassen sein. Das Spielbrett muss so genau sein, dass man die Quadrate aus den Spielsteinen zweifelsfrei erkennt. Es muß den gebührenden Raum einnehmen. Das Spielbrett ist nummeriert und enthält den Markennamen “MONDRAGO” und das Baujahr. Die Anleitung sollte nicht verloren werden können. Das Gehäuse legt die Wertigkeit und damit den Preis fest, es ist das Erste was der Kunde sieht. Wir haben für das Gehäuse des Alumondrago die Hälfte vom Herstellungspreis ausgegeben.
Herstellung
Jedes Bestandteil wird hergestellt. Mit etwas Glück kann man fertig angebotene Teile nutzen, bei uns war es das Gehäuse. Die Anleitungen haben wir selbst kopiert, Stifte und Spielbrett hat Ali Kaymaz gefräst und gebohrt.
Logistik
Das richtige Material in richtiger Qualität zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Logistik ist die planerisch anspruchsvollste Aufgabe. Sie besteht aus
* hergestellte Teile lagern
* Spiele zusammenbauen
* Bestellungen bearbeiten, d.h. Spiele verpacken und verschicken
* Rechnungen schreiben
* Rücksendungen bearbeiten
* Reparaturen veranlassen
Beim Aluminium und Kunststoff Mondrago haben wir die Logistik selbst gemacht. Wir haben leider nicht genau erfasst, wer welches Spiel bekommen hat. Es gibt mittlerweile Firmen, die Logistik im Outsourcing anbieten, Suchwort 3PL “third party logistics”
Einzelhandel
Beim Einzelhändler kommt das Spiel dem Kunden entgegen. Er bezahlt das Spiel und bietet es seinen Kunden an. Aus Sicht des Einzelhandels fallen die Mondragos unter verschiedene Gesichtspunkte.
* strategisches Brettspiel
* Geschenkartikel
* Kunst
Sehr viele Produkte werden auf die Bedürfnisse des Einzelhandels hin entwickelt. Wir haben das nicht gemacht, wir hatten z.B. nie eine einheitliche Versandverpackung. Wir hatten keinen grünen Punkt und keinen EAN-Code. Alles kein Hexenwerk, aber oft auch nicht nötig.
das Spiel vermitteln
Meiner Meinung nach ist das die Aufgabe, die über den Erfolg des Spiels am meisten entscheidet. Solange das Spiel nur ein glänzendes Produkt ist hat es einen übersichtlichen Wert. Vermitteln heißt für mich: einen Bezug herstellen. Alle Kunden von denen ich weiß haben das Spiel gekauft, weil sie Adrian direkt oder mittelbar kannten. Erst wenn wir mit dem Spiel eine Assoziation verbinden, die Teil der Jugend, der Vergangenheit, dem universellen ..? ist, dann ist Mondrago im Herzen angekommen.
Jeder Verkäufer muß in der Lage sein, in der Aufmerksamkeitsspanne des Kunden (meistens 3 Minuten) das Geheimnis zu erklären und ein Spiel mit dem Kunden zu spielen.
spielen
Das Spiel findet in einer Atmosphäre statt. Manchmal passt sie sehr gut, oft findet sich die Muße nicht ein. Hier kann ich auch nur beschreiben, was ich nicht weiß. Jeder kennt unvergessene Abende bei Schach, Monopoly oder Risiko. Mondrago ist anders, es ist schneller. Man spielt sehr viele Partien. Die Häufigkeit der Spiele hängt von dem Ambiente ab, in das man das Spiel taucht.
Empfehlungen
So weit ist der Vorgang nichts Außergewöhnliches. Zum Schluß die lessons learned.
Herstellung
Bei der Herstellung kann unendlich viel schief gehen. Daher empfehle ich den Produktionsablauf immer wieder zu durchlaufen und damit Stück für Stück Erfahrungen zu sammeln. Die Hersteller sollten so ausgewählt werden, dass bei jedem Durchlauf die gleichen Leute beteiligt sind, damit sie entsprechend Erfahrung sammeln können. Der Projektleiter sollte die Mitarbeiter persönlich betreuen. Es empfiehlt sich ein gemeinsames Spiel.
Der Traum von der großen Auflage hat auch uns mehr Geld gekostet, als die Auflage erwirtschaftet hat. Ich würde die erste Auflage (z.B. 100 Stück) in Produktionslose einteilen und diese Los für Los herstellen lassen und verkaufen. Wenn der Herstellungsprozess eingeschwungen ist würde ich daran garnichts ändern. Wenn man z.B. im ersten Monat 30 Stück verkauft, dann ist das erste Los 50 Stück. Sobald es zur Neige geht bestellt man das zweite Los. Eventuell sind dadurch die Preise höher, aber dafür ist das Geschäft nicht so riskant. Wenn man Ideen hat, wie man das nächste Los verbessern könnte, was tun? Nichts ändern, alles lassen, bis die Auflage verkauft ist. Alle guten Ideen in die nächste Auflage stecken.
Ich empfehle die Logistik dem wichtigsten Hersteller zu überlassen. Der hat meistens schon ein Lager, Versand und Mitarbeiter.
Handel
Wir haben uns fast nicht um den Handel gekümmert, er ist sicher eine reiche Quelle der Inspiraton.